Finale...Zweite Begegnung


Ein Review zum 4. Szenario (Szenario C) der Bayakyoe von Drotystin (By Baxter – Outpost 85)

SZENARIO F – DAS NEST DER BAYAKOYE

 

Wir beschließen noch einmal mit getauschten Seiten zu spielen. Mal schauen wie sich die Schwestern schlagen werden.


Es spielen: Baxter - Matriarchat vs. The Bruce – Bayakoye

 

Aufstellung
Das Matriarchat steigt nun mit Yliss als Anführerin, den Schwestern Arya, Melyne und ihren Sklaven Rächer und Berserker in Kanalisation hinab.
Diesmal versperrt die Bayakoye direkt schon am Anfang den Weg. Es muss also gekämpft werden! Nun wird sich zeigen wie stark die Bayakoye im direkten Vergleich ist.

1. Runde
Kaum sind die Schwestern mit ihren Sklaven die eiserenen Stiegen des Schachtes herabgestiegen und kaum haben sich ihre Augen an die Dunkelheit gewöhnt, da steht ihnen bereits die Bayakoye in wenigen Metern Entfernung gegenüber.

„Bei Sybille, weiche Bestie!“, Yliss hebt beschwörend die Hände. Melyne wartet noch, schätzt ihre Aussichten für einen Angriff ab oder wie sie sich am Unauffälligsten vorbeischleichen kann. Arya´s Augen funkeln vor Kampfeslust. Sie stachelt den Berserker an: „Hey, da ist das furchtbare Tier, das uns weh tun will! Mach mich glücklich und töte es! Töte es! Hast du gehört? Du willst doch nicht das wir traurig sind, oder?“. Der Berserker schüttelt heftig den Kopf und stammelt unbeholfent: „Nein, Nein! Nicht böse sein! Nicht böse!“ Yliss blickt zu Arya und befiehlt: „Lass ihn los!“. Arya lockert seine Fußkette und mit einem teuflischen Grinsen feuert sie ihn an: „Los, mein großer Dicker! Töte! Reiß das Vieh in Stücke! Hahahahaha!“

In der ersten Runde bringe ich meine Kämpferinnen und Sklaven soweit in Stellung, dass sie in der nächsten Runde möglichst zweimal angreifen können (Sturmangriff + Nahkampf). Yliss bleibt unterstützend im Hintergrund und ihren Fähigkeiten einsetzen zu können. Die Bayakoye bewegt sich nicht, in Erwartung eines Angriffs in der nächsten Runde.

2. Runde
Die Bayakoye heult auf, brüllt den kolossalen Berserker an, der auf sie zustapft. Dazu mischt sich Ayra´s schallendes Gelächter.
Der Berserker geht in den Angriff über, aber die Bayakoye gewinnt den KAT-Vergleichswurf und hat damit den ersten Angriff. Der Angriff ist kurz und heftig!

Mit einem wütenden Knurren holt der Berserker zu einem Schlag mit seinen metallbewehrten Fäusten aus, da durchbohrt ihn auch schon ein blitzschneller Schwanzhieb der Bayakoye. Wie erstarrt hält er inne, dann dreht er langsam den Kopf in Richtung seiner Gebieterin und schaut sie mit flehendem Blick an. „Du dummer Fettwanst! Du Versarger! Du solltest sie töten!“ schreit Arya hysterisch. Dann fällt der Berserker auf die Knie und kippt mit glasigen Augen um.
Damit ist er aus dem Spiel. Das ging schneller als ich erwartet hatte. Doch ich will der Bayakoye keine Zeit zum Luftholen geben, sprich sie nicht in der nächsten Runde wieder mit vollen AP anfangen zu lassen und setze meine Angriff direkt fort.
„Verdammt! Ihr habt mich jetzt sehr böse gemacht! Sehr böse!“ kreischt Arya und stürmt mit wirbelndem Morgenstern nach vorn.

Sie schafft es sogar zuerst zuzuschlagen, fügt aber nur 2 Punkte Schaden zu, von denen auch noch einer in der Knochenrüstung stecken bleibt. Nun schlägt die Bayakoye zurück…..
Die Kugeln des Morgensterns krachen auf den schwarzen Schuppenpanzer. „Bei Sybille! Das wirst du büßen!“ schreit Arya die Bestie furchtlos an. „Ich schlag dir jeden einzelnen Knochen in…“ Weiter kommt sie nicht, als sie plötzlich von einem heftigen Hieb am Kopf getroffen wird. Ein markerschütterndes Knacken und Knirschen ist zu hören, Blut spritzt und die Schwester sackt augenblicklich in sich zusammen….
Das war es nun auch für Arya! Na toll, grade mal in der zweiten Runde und schon 2 Kämpfer verloren. Mit Yliss werde ich da nicht durchkommen und ziehe sie ab um auf dem anderen Weg (an der rechten Spielfeldseite entlang) zu den Eiern zu gelangen. Melyne weicht zurück und macht Platz für den Rächer, der sich nun in Position bringt.

3. Runde
Auch der Rächer hat nicht mehr Glück und ist schnell geschlagen. Jetzt bleiben nur noch zwei Schwestern. Ein reines Himmelfahrtskommando, aber vielleicht ist ja doch noch irgendwas zu machen.
„Melyne! Belieb auf deiner Seite! Ich versuche das Vieh abzulenken!“ ruft Yliss hektisch herüber. Dann rennt sie los….
Ich ziehe Yliss mit allen AP und komme bis zum Anfang der Brücke. Die Bayakoye muss sich jetzt entscheiden, ob sie ihre Gelege rechtzeitig schützen will oder lieber Melyne angreift. Sie entscheidet sich zu Ersterem und zieht ebenfalls mit allen AP zurück zu ihren Gelegen. Melyne nutzt ihre Chance und folgt ihr und kann damit schon mal den Steg überqueren.

4. Runde
Yliss zieht über die Brücke und befindet sich jetzt an der Treppe, die zu den Nestern hinabführt. Die Bayakoye stürmt ihr entgegen. Melyne rennt wieder hinterher und gelangt zu den Eiern unter der Treppe. Diese sind für sie am einfachsten zu erreichen, da hier kein Matschgebiet im Weg ist.
„Ich hab sie! Ich hab sie, Yliss! Gleich sind sie Matsch!“ jubelt Melyne und bemerkt erst jetzt das sich genau über ihr auf der Brücke die Inqusitorin und die Bayakoye Auge in Auge gegenüberstehen!

5. Runde
„Zerstöre Sie, Melyne! Zerstöre Sie!“ schreit Yliss von oben herab, in das zähnestarrende Maul blickend. Melyne hackt keuchend wie wild auf die Eier ein, aus denen ein glibbriger, grüner, stickender Schleim spritzt. „Gleich hab ich es! Gleich! Nur noch eins! Nur…“ Da ertönt ein gellender Schrei und ein Schwall warmen Blutes ergießt sich von oben durch das Gitter auf Melyne. Dumpf fällt der leblose Körper der Inquisitorn auf den Boden. „Nichts wie weg!“, geht es Melyne durch den Kopf: „Verdammt! Raus hier!“
Yliss hat keine Chance gegen die Bayakoye und Melyne schafft es leider nicht alle Eier zu vernichten. Die Bayakoye ist ihr nun direkt auf den Fersen! Das war´s!

6. Runde
So schnell sie kann rennt Melyne den Gang zurück, den Atem der sie verfolgenden Bestie im Nacken spürend. „Nein! Nein! Nein!“ flucht sie. Sie spürt, dass die Bayakoye schneller ist und sie einholen wird. Sie hat nur ein Chance: Der Abwasserkanal! Sie muss ihn unbedingt erreichen, hineinspringen und versuchen irgendwie zu entkommen. „Da vorn ist er! Nur noch wenige Schritte!“ Sie springt mit letzter Kraft….da sieht sie, wie sie zwei krallenbewehrte Klauen packen wollen…

Ende
Auch hier zeigt sich wieder einmal, dass ein direkter Kampf keine Aussicht auf Erfolg hat. Am meisten wurde erreicht, wenn man die Bayakoye von zwei Seiten umgeht und ablenkt. Und auch hier spielte das Gelände, wie oben schon zuvor erwähnt, wieder eine entscheidende Rolle.

Epilog
Mit letzter Kraft zieht sich Melyne aus dem Abwasserkanal. Die Schmerzen sind unerträglich, sie würde am liebsten laut schreien, aber das würde die Bayakoye nur wieder anlocken. Sie hatte abgewartet, bis sich die schwarze Bestie endlich wieder in Dunkelheit zurückgezogen hatte, bis sie sich in Sicherheit wähnte. Nun konnte sie versuchen wieder an die Oberfläche zu gelangen, sich zu den Dorfbewohnen durchschlagen und Hilfe zu holen. Langsam schleicht sie, Schritt für Schritt, durch den düsteren Gang. Ihr Rücken brennt wie Feuer, dort mussten sie die Krallen erwischt haben! „Hoffentlich kein Gift!“ denkt sie besorgt, als sie plötzlich einen Schatten vor sich entdeckt. Etwas kauert hinter einer Kiste, an der Wand. „Verdammt!“, flucht sie nervös: „Nicht noch eins von den Viechern..“ Sie schmiegt sich vorsichtig in den Schatten eines rostigen Rohres, versucht ruhig zu bleiben. Mit zittriger, blutverschmierter Hand tast sie nach einem ihrer Dolche, doch da ist nichts! Sie musste sie im Kampf oder beim Sprung in den Abwasserkanal verloren haben. „Verdammt, verdammt!“, entfährt es ihr erneut, dann beugt sie sich langsam vor, um die Gefahr abschätzen zu können. Eine Gestalt, etwa menschengroß, schwer atmend. „Nein, das ist keine Kreatur, das ist ein Mensch! Scheint verletzt zu sein. Vielleicht eine von uns? Aber, wenn nicht?“ Sie sieht sich suchend um, ob sie nicht irgendetwas als Waffe verwenden könnte. Es muss sich doch irgendwas in all dem Unrat finden lassen, zur Not würde es auch ein Stein tun. Da ertasten ihre klammen Finger etwas Rundes, Hartes. „Eine Eisenstange! Na, das muss reichen!“ denkt sie sich und schleicht dann vorsichtig weiter. Vielleicht hat sie das Überraschungs- moment auf ihrer Seite. Als ausgebildete Meuchlerin macht sie das schließlich nicht zum ersten mal, als ihr plötzlich schwindelig wird. Alles beginnt sich zu drehen, ihre Schritte werden unbeholfener, sie stolperte mehr als sie geht, hat Mühe nicht zu stürzen… „Halt!...Noch einen Schritt weiter und du bist tot!“ erklingt da plötzlich eine leise Stimme vor ihr. Schwankend bleibt sie stehen, versucht Halt an der glitschigen Wand zu finden. „Wer…Wer ist da?...“ murmelt sie leise. Allmählich wird ihr Blick wieder klarer, verschwinden verzerrten Bilder. Ein gespannter Bogen ist auf die gerichtet! „Diese Stimme!...Der..Der Bogen!...„Du…ich…ich kenn dich!...Du bist doch einer vom….vom Konvoi!“ flüstert sie matt. Kraftlos entgleitet ihr die Eisenstange und fällt klirrend auf den Steinboden. „Nein!...Ich…Schieß doch! Dann schieß doch endlich, verdammt!“ Mark antwortete leise mit einem leichten Grinsen: „Hey, Baby! Du, weißt doch, ich kämpfe nicht mit Frauen!...Zumindest nicht heute!“ Ein leichtes Lächeln geht durch Melyne´s schmerzverzerrtes Gesicht. „Komm hilf mir!...Mein Bein….Wir müssen hier raus!...Zusammen schaffen wir das!“ ermutigt sie Mark und reicht ihr seine Hand.