Das niedergemetzelte Dorf


Ein Review zum 2. Szenario (Szenario C) der Bayakyoe von Drotystin (By Baxter – Outpost 85)

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Das niedergemetzelte Dorf
Das zweite Szenario der Kampagne "Die Bayakyoe von Drotystin "
Eden Bayakoye Kampagne - Review Spiel 02
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REVIEW:

 

Die beiden Gruppen ziehen sich nach der „Konfrontation“ im vorangegangenen Szenario erst einmal aus Drotystin zurück. Zum Einen um in ihrem angeschlagenen Zustand nicht in die Fänge der Bayakoye zu geraten, zum Anderen um herauszubekommen, was hier eigentlich genau los ist! Ein paar Kilometer entfernt liegt eine kleine Siedlung. Vielleicht können die Kämpfer hier mehr erfahren. Sobald sie dort angekommen sind, sehen sie wie die Bewohner von Lycals angegriffen werden. Es gilt die Bewohner zu retten und zu befragen, bevor die Bestien sie verspeist haben.


Es spielen: The Bruce – Konvoi vs. Baxter - Matriarchat

Zu Anfang geht es jetzt aber erst einmal weiter mit der Story:


„Verlassen? Verlassen?! Was für ein Mist!...Drotystin war nicht wirklich verlassen!“ : flucht Yliss mit verbissenem Gesicht. „Wenn uns diese Angela mit ihren Kerlen nicht dazwischen gefunkt hätte, dann wäre Drotystin bereits unser! Das Vieh wäre längst erledigt und wir...“ Arya bleibt stehen und schaut wartend zurück auf den Hundling, der offensichtlich das Tempo nicht halten kann. Der abgebrochene Schaft eines Pfeils steckt in seinem Helm. „Schneller! Mach endlich schneller du lahmer Hund von einem Sklaven!“ schreit sie ihn wütend an und geht ihm langsam entgegen. Der Hundling rappelt sich auf, versucht schwankend aufrecht zu laufen, da trifft ihn ein Hieb von Arya´s Morgenstern, der ihn wieder zu Boden wirft. „Hab ich gesagt du sollst laufen? Hab ich das?“ Wimmernd vor Schmerzen krümmt sich der Hundling im Staub der Straße und versucht sich die Hand auf die schmerzende Kopfwunde zu pressen, was aber wegen des Helms unmöglich ist. „Du sollst ein Hund sein! Du sollst kriechen! Kriechen wie ein Hund! Hast du das jetzt endlich verstanden?!“ brüllt Arya ihn an. Der Hundling beginnt unverständliche Laute von sich zu geben und zeigt immer wieder auf den Pfeilschaft: „A…Au.e! Au.e!“ „Was???, Hä?““ genervt beugt sich Arya über ihn, „Ich kann dich nicht verstehen! Ich kann dein dummes Gebrabbel nicht verstehen! Kapierst du das?“ „Vielleicht hättest du ihm damals nicht die Zunge rausschneiden sollen“, erwidert Melyne mit einem Grinsen. „Die Zunge, die Zunge! Was will ein Hund denn mit einer Zunge?! Ich will das er kämpft!“ Arya erhebt demonstrativ eine geballt eine Faust, dann wendet sie sich Melyne zu. Sie wedelt mit den Fingern vor ihrem Gesicht hin und her: „Es gibt Andere mit einer flinken Zunge! Dafür brauche ich ihn nicht! Er ist ein Hund, ein Nichts! Er…“ „So das reicht jetzt!“ Yliss kommt in Begleitung des hühnenhaften Rächers um die Sache zu klären. „Entschuldige Yliss, aber dieser vedammte Hundling…“ Arya deutet auf den Sklaven und verpasst ihm einen kräftigen Tritt. „Beweg dich endlich! Beweg dich!“ Zitternd versucht der Sklave auf die Knie zu kommen. Offensichtlich genervt rollt Yliss mit den Augen und beginnt dann mit ruhiger, aber strenger Stimme: „Höre du Hund! Ich erwarte von dir, dass du Buße tust und kämpfst. Nur wenn du dem Matriarchat dienst kannst du deine Schuld jemals wieder mindern. Aber es soll ja nicht heißen, dass wir uns nicht um unsere Sklaven kümmern würden. Wir erreichen schon bald eine kleine Siedlung. Dort können wir dann deinen Helm abnehmen und den Pfeil herausziehen!“ Dann wendet sich ab und winkt den Rächer heran: „Kümmere dich um ihn! Führe du den Hund!“ Der Rächer nickt schweigend und ergreift die Kette, die als Leine um den Hals des Hundlings hängt, und folgt dann seiner Gebieterin, den röchelnden Sklaven hinter sich her schleifend.


Soweit der Intro-Fluff und los geht´s:

Aufstellung und 1. Runde
Die beiden Gruppen sind unverändert. Das Matriarchat mit Yliss als Anführerin, den Schwestern Arya, Melyne und ihren Sklaven Rächer, Hundling und Spielzeug. Der Konvoi mit Otto als Anführer, Angela, Friedrich und Mark.
Beide Teams werden gemäß der Vorgabe „Offener Kampf“ aufgestellt. In der Spielfeldmitte werden drei Lycals und ein dominanter Lycal platziert, die grade über die Siedler herfallen.


Yliss: „Verdammt! Wo kommen die Viecher her? Wir müssen unbedingt die Siedler da rausholen!“

Arya: „Um ihnen zu helfen, oder…?

Yliss lächelnd: „Natürlich, Arya! Wenn wir ihnen helfen werden sie uns dankbar sein, uns bereitwillig dienen und…“

Arya: „Und?“

Yliss: „…uns die Informationen liefern, die wir brauchen…Die Informationen darüber was in Drotystin vorgefallen ist!“

Der Konvoi-Spieler hat gleich zu Beginn die Möglichkeit Mark auf dem Dach einer Hütte aufzustellen, von wo er eine ausgezeichnete Sicht und freies Schussfeld auf die Dorfmitte hat.


Melyne: „Da oben! Da auf dem Dach! Das ist doch dieser Bogenschütze des Konvoi!“ Yliss: „Shit! Was wollen die denn schon wieder hier?...Sich mal wieder als Beschützer der Armen und Schwachen aufspielen?! Los, hol den da runter, Melyne!“


Beide Gruppen versuchen sich möglichst schnell die begehrten Informationen zu beschaffen und bewegen sich jeweils auf den nächsten Lycal zu. Mark schießt unterstützend mit seinem Bogen vom Dach herunter.

Otto und Friedrich greifen einen Lycal im Nahkampf an und vertreiben ihn nach mehreren Attacken. Angela kommt heran, greift das gerettete Mädchen (es wurde ein Überlebender-Marker mit vier Informations-Markern an der Stelle ausgelegt, an der der Lycal besiegt wurde) an der Hand und bringt es in Sicherheit.

Gleiche Aktionen auf der Seite des Matriarchats: Arya, der Rächer und das Spielzeug greifen ebenfalls einen Lycal an und befreien einen Siedler, ein unscheinbares junges Mädchen, aus den Fängen der Bestien. Die Gerettete hat kaum Zeit sich von ihrem Schock zu erholen, als Sie vom Rächer am Handgelenk gepackt und nach oben gezogen wird.

„Wo?“ dröhnt seine tiefe, dunkele Stimme aus dem Helm. „Aaaah!...schreit sie erschreckt auf, dann stammelt sie: !Die, die….Da drüben!....Sie…“ dann fällt sie in Ohnmacht. Der Rächer schüttelt sie kräftig um sie wieder aufzuwecken, doch ohne Erfolg. Also wirft er sie sich über die Schulter, um sie zu Yliss zu bringen. Auf der anderen Seite stürmen nun Melyne und der Hundling nach vorn. Der Hundling hat den Befehl den rechten Lycal anzugreifen, während Melyne weiter bis zur Hütte läuft, auf der Mark steht und sich dort erst einmal im Schatten des Daches und außer Reichweite der Anderen verbirgt. Nächste Runde würde es Mark an den Kragen gehen!

2. Runde
Angela bringt die Siedlerin noch ein Stückchen weiter nach hinten in Sicherheit und befragt sie dann, was dem Konvoi zwei weitere Informations-Marker einbringt. Mark will auf den dominianten Lycal schießen, damit Friedrich und Otto ihn anschließend zur Strecke bringen können. Doch bevor es soweit ist geht Arya dazwischen! Sie hat gesehen, dass Otto frei steht und da sie einen unbändigen Hass auf seine Kettensäge hat, greift sie wie eine Furie an. Otto schaltet seine Säge nicht ein und hofft, dass sie das beruhigen würde, aber der bloße Anblick der verhassten Technik reicht aus und so schlägt sie mit einem Bonus KAT +2 zu. Nur leider trifft sie nicht so gut wie erhofft.

Otto ist nun an der Reihe und beweist, dass er auch so genug Power hat und gibt ihr einen heftigen Hieb mit, der sie taumeln lässt. Arya rappelt sich wutentbrannt, mit derben Flüchen auf den Lippen (auf die ich an dieser Stelle lieber nicht genauer eingehen möchte) wieder auf und blickt nun auf die rotierenden Zähne von Ottos knatternde Säge. Nun gut, ein KAT-Wurf entscheidet wer zuerst angreift, aber Arya unterliegt, trotz ihres Technik-Hass-Bonus. Otto schwingt die Säge, Arya versucht mit dem Schild zu parieren, aber ein paar Zähne erwischen sie dennoch an der Hüfte, Blut spritzt, sie stolpert hintenüber, schlägt hart auf einen Stein auf und wird bewusstlos. Arya ist damit kampfunfähig und scheidet damit aus. Nun ist aber Mark an der Reihe und nutzt die Gelegenheit, den Rächer aufzuhalten, der ja momentan im Besitz eines Informations-Markers ist. Er schießt und….Trifft! Er trifft so gut, dass der Rächer mit der Siedlerin auf der Schulter zusammenbricht!. Der Rächer ist aus dem Spiel, seine Information verloren und für die Siedlerin wird ein Überlebender-Marker (mit 3 Infos) an dieser Stelle abgelegt. Ich ziehe nun das Spielzeug heran um die Siedlerin schnellst möglich wieder aufzunehmen.

Durch den Sturz scheint sie langsam wieder zu sich zu kommen und sieht wie nun ein dickliches, keuchendes Etwas mit Gasmaske auf sie zu wankt und die Hände nach ihr ausstreckt. Ein kurzes, schrilles: „Aaaaahhh!“ entrinnt ihrer Kehle und schon ist sie wieder bewusstlos. Das Spielzeug ergreift sie und schleppt sie weiter nach hinten, in Richtung Yliss.

Angela geht die Angelegenheit etwas geschickter und feinfühliger an. Nachdem sie die Siedlerin abgesetzt hat (Überlebender-Marker wird abgelegt), beruhigt sie diese und befragt sie, was dem Konvoi nochmals zwei weitere Informations-Marker bringt. Dann begleitet sie sie noch ein Stück (nimmt den Marker wieder auf), damit der Konvoi auch noch den Bonus für den geretteten Siedler am Ende der Runde hält.
Bleibt noch Melyne! Sie klettert geschmeidig und lautlos wie eine Katze auf das Dach, kann aber Mark leider nicht mehr angreifen, da sie nicht genug Aktionspunkte für einen Sturmangriff übrig hat.
„Na, Schätzchen! Wollen wir spielen?!“ schaut sie ihn lächelnd an und lässt ihre blitzenden Messer geschickt zwischen den Fingern wirbeln.

3. Runde
Melyne greift an und da sie ja, wie wir wissen, die Fähigkeit „Meuchlerin des Ordens“ hat würde ihr Gegner einen Malus von -1 auf seinen WID bekommen. Würde, wenn…
„Hey, ich kämpfe nicht mit Frauen!“
, erwidert Mark schnippisch und weicht ihrem Hieb geschickt aus. Er kann zum Ausweichen immer fünf Würfel benutzen, was ihn sehr schwer zu treffen macht. Wieder lässt Melyne die Messer wirbeln, aber auch dieser Angriff geht ins Leere. Mark nutzt wiederum seine „Perfekte Verteidigung“ und weicht erneut (dieses Mal kostenlos) aus.
„Hey, beruhige dich du Wildkatze!“

„Halt endlich still und kämpfe wie ein Mann!“

„Ich sagte doch schon, ich kämpfe nicht gegen Frauen! Zumindest heute nicht…“

Mark hat jetzt immer noch zwei Angriffe übrig und entscheidet sich dazu, sich aus dem Nahkampf zu lösen. Er muss dazu einen GES-Wurf gegen die flinke Melyne (GES 5) machen, was ihm auch gelingt. Somit kann er sich lösen und weicht auf die andere Seite des Daches zurück.
„Du feiges Miststück!“, ruft ihm Melyne hinterher. „Du sollst kämpfen!“ Mark zuckt mir den Achseln: „Na gut, wenn du mich so sehr darum bittest…“

Dann zieht er blitzschnell einen Pfeil, legt ihn in den Bogen ein und schießt ihn in Melyne´s rechten Oberschenkel. Melyne ist wie erstarrt, schaut fassungslos mit großen Augen erst auf den Pfeil, dann auf Mark. Sag mal, bist du eigentlich irre? Bist du eigentlich völlig irre, du Arsch?!“ schreit sie ihm wütend entgegen. Mark hat ja schon so einiges gesehen, aber das verschlägt selbst ihm jetzt kurz die Sprache!

Melyne hätte noch ihren „Gemeinen Trick“ anwenden und mit einem anderen Sklaven den Platz tauschen können, aber da kam nur das Spielzeug in Frage.

Dann wäre es an Melyne´s Stelle auf dem Dach erschienen und zwar zusammen mit der Überlebenden! Ich hätte also dem Konvoi in die Hände gespielt! Tja, dumm gelaufen und schließlich soll Melyne ja nicht kneifen, sondern Mark ausschalten!

Derweil beschließen Otto, Friedrich und Angela den großen, dominanten Lycal in der Mitte anzugreifen. Einer nach dem Anderen attackiert den Lycal, der knurrend seine Beute, einen arg mitgenommenen, älteren Siedler, verteidigt. Es gelingt den Kämpfern einige Treffer zu landen, aber der Lycal ist noch lange nicht besiegt (Er ist ein ganz schön zäher Brocken!) und verwundet Otto und Friedrich mit Klauen und Zähnen.
Auf der anderen Seite versucht der Hundling wieder die Anerkennung seiner Gebieterin zu erlangen und greift wie befohlen den rechten Lycal an! Allein! Der Hundling trifft, aber nicht gut genug! Der Lycal hat da mehr Erfolg und gräbt zweimal seine Zähne in das Bein das Sklaven, der mit einem lauten Aufschrei und zerfetztem Oberschenkel zusammenbricht. Der arme Kerl hat momentan einfach eine richtige Pechsträhne.

4. Runde
Mark legt einen Pfeil nach und schießt auf Melyne, die humpelnd und fluchend auf ihn zu kommt. Er trifft erneut das Bein und mit einem Schmerzensschrei stürzt Melyne vom Dach. „Frauen…da soll einer draus schlau werden…“, bemerkt Mark mit einem Kopfschütteln und widmet sich dann wieder dem Kampfgeschehen in der Dorfmitte. Melyne ist damit nun auch raus.

Arya ist kampfunfähig und zwei Sklaven sind außer Gefecht. Es wird nun eng für das Matriarchat! Yliss ist keine gute Kämpferin und das Spielzeug kann auch nicht besonders viel ausrichten, es ist eben nicht viel mehr als ein Spielzeug. Es zerrt die Siedlerin weiter nach hinten in Sicherheit, damit sie nicht doch noch in letzter Sekunde dem Konvoi in Hände fällt und in Ruhe von Yliss verhört werden kann.
Otto, Friedrich und Angela kämpfen immer noch gegen den Rudelführer der Lycals und es gelingt ihnen tatsächlich diesen zur Strecke zu bringen.
„Danke, danke!“ stammelt ein bärtiger Mann , offenbar eine Art Bürgermeister. „Wo ist meine Tochter? Wo ist meine Tochter?! Nikki! Nikki!!!“ „Nikki? Sie ist da vorne! Hinter der Hütte….Es geht ihr gut!“ beruhigt Angela den Alten und deutet mit der Linken auf einen Schuppen hinter sich.

 

5. Runde
In der fünften und letzten Runde sind keine Kämpfe mehr angesagt. Niemand ist in Kontakt mit einem Gegner und ein Angriff würde, wenn überhaupt machbar, keine weiteren Siegpunkte bringen.

„Mein Name ist, Tom! Tom Willcox!“ beginnt der Alte zu erzählen.
Der Konvoi nutzt seine Aktionen um nun so viele Informations-Marker wie möglich zu erhalten.
Auch Yliss benötigt Informationen, viele Informationen.
„Sprich! Was ist hier los?“ herrscht Yliss ihre „gerettete“ Siedlerin an. Diese starrt nur völlig verstört auf das maskierte Spielzeug und stammelt: „Ich..Ich….Ich bin….Mein Name….ist….ist Giselle…Ich….“ „Interessiert mich nicht!“ schnauzt Yliss, „Was ist passiert! Sprich, bevor ich mich vergesse!“

Voller Panik beginnt Giselle: „Die Lycals! Sie…sie….sie haben uns überfallen! Sie…“ „Das seh ich selber du blöde Kuh!“, schreit Yliss und schlägt ihr mit dem Handrücken ins Gesicht! Giselle taumelt zurück und hält sich die blutende Lippe. „Los, schnapp sie dir!“ befiehlt Yliss dem Spielzeug, welches sich daraufhin keuchend in Bewegung setzt. „Aaaaah! Nein!“ schreit Giselle, bevor sie wieder ohnmächtig in sich zusammensackt.

Ende
Am Ende heißt es 100:60 für den Konvoi. Es hatte sich für diesen gelohnt, sich in erster Linie auf die Lycals zu konzentrieren und die Siedler zu retten. Vor allem der Sieg über den dominaten Lycal hat sich bezahlt gemacht. Das Matriarchat hat sich zu sehr in Einzelgefechte, Arya-Otto und Melyne-Mark, verzettelt und dadurch wertvolle Aktionen zur Rettung und Befragung der Siedler verschenkt. Alles in Allem liegt der Schlüssel zu Sieg in der Befragung der Überlebenden, denn dies gibt am Spielende ordentlich Punkte!

Epilog
Angela! Verdammt!“ Frustriert tritt Yliss einen Kiesel, der scheppernd gegen eine Wellblechwand knallt. „Wie kann sie es wagen…“ Sie dreht sich um und schaut herüber zum Spielzeug, welches grade die bewusstlose Giselle „untersucht“. „Nimm dein Finger da weg, sonst setzt es wieder Hiebe“: schreit sie ihn an und schwingt zur Bestätigung ihre Peitsche. Der Sklave lässt augenblicklich von Giselle ab und schaut eingeschüchtert zuYliss herüber. „Geh! Hilf lieber den Anderen!“ „Nicht…Nicht nötig!“ erklingt da eine Stimme hinter ihr. Arya und Melyne kommen humpelnd auf sie zu. „Was ist passiert? Wie geht es dir, Melyne?“ fragt Yliss. „Ach, Shit! Das feige Miststück! Der Kerl hat auf mich geschossen! Zwei Mal!“ „Und?“ „Ach, geht schon!“ erwidert Melyne und zieht sich mit zusammengebissenen Zähnen die Pfeile aus dem Oberschenkel. Ein Schwall roten Blutes quillt herunter. „Ich brauch mal was zum Verbinden! Aber schnell!“ raunt sie das Spielzeug an. Yliss schaut besorgt zu Arya, die sich die Hüfte hält: „Wie geht es dir, Schwester?“ „Könnte schlimmer sein!“ erwidert diese und setzt sich vorsichtig unter Schmerzen auf einen Stein. Sie nimmt die Hand zurück um sich die Wunde anzusehen. „Autsch!...Naja… das muss wohl genäht werden…Das…Oh, nein…Das darf doch nicht wahr sein!..Oh, nein!“ Arya ist außer sich. Was ist los, Arya? Was hast du?“ „Das glaub ich nicht! Das glaub ich jetzt nicht!° „Was?“ „Da! Schau!...Meine Strumpfhose!...Ein Loch!...Es ist keine drei Tage her, dass ich sie dieser Tänzerin abgenommen habe!...Und jetzt?!...Das war der Kerl mit der Säge!...Ich hasse ihn! Ich hasse ihn!“ „Ah, da bist du ja endlich!“ mault Yliss den Rächer an, der langsam, den verwundeten Hundling hinter sich her schleifend, seine Gebieterinnen sucht. „Und? Was ist jetzt schon wieder mit ihm?“ fragt Arya sichtlich genervt. „Ich glaube sein Bein ist hinüber!“ erwidert Melyne und deutet auf den blutenden Stumpf. „Na toll! Na ganz toll! Was soll ich denn mit einem einäugigen, dreibeinigen Hund ohne Zunge anfangen? Hä?!...Für sowas habe ich keine Verwendung!“ flucht Arya. Dann holt sie mit ihrem Morgenstern aus….